Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens"
BeitragVerfasst: 25. Juni 2010 23:31 
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Ich habe hier einige sehr interessante Aussagen - übrigens von der IBK einstimmig (!!!) erklärt - die man vielleicht eingehender behandeln sollte. Einige Punkte beziehen sich auch auf eine Frage adsarthas betreffend Lehre zum Filioque. Die Aussagen wurden übrigens getätigt, um den altkath. Glauben verbindlich darzulegen und Zeugnis von der Lehre unserer Kirche gegenüber anderen - nämlich den Orthodoxen - zu geben.

IBK hat geschrieben:
Wir halten darum fest an der Untrüglichkeit der Glaubensentscheidungen der sieben von der ganzen Kirche anerkannten Ökumenischen Konzilien, durch welche die Offenbarung des dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, bleibend gegen die verschiedenen sie betreffenden Irrlehren verteidigt und das Werk unserer notwendigen und wahren Erlösung durch die eine Person unseres Erlösers Jesus Christus in wahrer Gottheit und wahrer Menschheit als der Inhalt unseres Glaubens bekannt wurde.


Wie passt das - nämlich der erklärte altkath. Glauben - z.B. zu Eilikes Aussagen hier im Forum, dass auch die Alte Kirche und ihre Konzilien sich geirrt haben? Wie passt das zu der hier behaupteten "fortschreitenden Offenbarung"? Wie passt die Aussage betreffend Irrlehren zu der hier behaupteten Existenz verschiedenster Wahrheiten?

Zitat:
Deshalb gilt uns das Glaubenssymbol von Nicaea (325) und Konstantinopel I (381) und seine Verteidigung, Anwendung und Auslegung durch die weiteren dogmatischen Entscheidungen des Konzils von Ephesus (431), Chalkedon (451), Konstantinopel II (553) und III (680) sowie Nicaea II (787) als die dauernde Richtschnur unseres Glaubens (Kanon pisteos).


Wie passt das zu der von einigen hier behaupteten Übereinstimmung mit den Protestanten, da doch Nicäa II die Ablehnung der Bilderverehrung - und die Ablehnung der mündlichen Überlieferung - anathemisierte? Und erneut: wie passt das zum Verständnis gewisser Personen hier, dass wir immer "neue Erkenntnisse" gewinnen, da doch der Glaube dauerhaft ist?

Zitat:
Wir lehnen darum den Zusatz des filioque, der im Westen während des 11. Jahrhunderts ohne Anerkennung durch ein ökumenisches Konzil gemacht wurde, mit Entschiedenheit ab. Diese Ablehnung bezieht sich nicht nur auf die unkanonische Weise der Hinzufügung, trotzdem schon diese Form einen Verstoss gegen die Liebe als das Band der Einheit darstellt. Wir weisen vielmehr entschieden auch jene theologische Lehre ab, die den Sohn zur Mitursache des Geistes macht.


Zu adsarthas Frage. Übrigens, wie wurde das mit der full communion mit der AC in Vereinbarung gebracht, da jene doch am filioque festhält?

Zitat:
In gläubigem Gehorsam halten wir fest an der Einheit und Fülle der göttlichen Offenbarung, wie sie in der Überlieferung der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche stets festgehalten wurde, wobei wir unterscheiden zwischen dem vollendeten Dogma der ökumenischen Konzile und kirchlichen Lehren, deren sprachlicher Ausdruck nicht durch ein ökumenisches Konzil festgelegt wurde.


Ein wichtiger Punkt, hier wird festgehalten: die Dogmen der ökumenischen Konzilien sind fest anzunehmen, während im übrigen Freiheit herrschen kann. Wie passt das zur hier behaupteten Gleichheit aller Lehren und Religionen?

Zitat:
Von der Einen, Heiligen Kirche glauben und bekennen wir, dass sie, von Gott vor Grundlegung der Welt erwählt, im heiligen Gottesvolk des Alten Bundes vorgebildet, von unserm Herrn Jesus Christus gestiftet wurde und bis zu seiner Wiederkunft als sichtbare Gemeinschaft des Glaubens, des apostolischen Amtes, der Sakramente und des Gottesdienstes, der Verkündigung des Evangeliums und der dienenden Liebe zu allen Menschen, besonders aber zu den Gefährten des Glaubens, durch den Heiligen Geist – trotz aller menschlichen Schwäche und Sünde – gnädig erhalten und zur Verrherrlichung seines Namens geführt wird. In dieser Gemeinschaft blicken wir in stetem, verehrendem Gedenken auf Maria, die jungfräuliche Mutter unseres Herrn und Gottes, Jesus Christus, und weiter auf alle Apostel, Märtyrer, Heiligen und Lehrer des Glaubens. In der Einheit dieser Gemeinschaft der Kirche verharrend, haben wir von ihr ein unverbrüchliches Zeugnis zu geben, vermögen aber nicht, durch unser Urteil für das Wirken der Gnade in den verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinschaften, die durch die Sünde der Spaltung die sichtbare Verbindung mit der Fülle der Wahrheit in der Einen Kirche verloren haben, die Grenze zu bestimmen


Wie passt dies - die erklärte Reklamation der Fülle der Wahrheit für die AKK - und die Erklärung, dass verschiedene Kirchen und christliche Gemeinschaften durch die Sünde der Spaltung (beachte die Trennung Kirche und Gemeinschaft und den Ausdruck Sünde der Spaltung!!!) die Fülle der Wahrheit und sichtbare Verbindung verloren haben, zu den Aussagen insbesondere Eilikes, Lothars und Adsarthas, dass es gut sei, dass jeder in seiner eigenen Kirche, Gemeinschaft oder Sekte glauben und selig werden könne wie es ihm beliebt, da doch von den Altkatholiken eine Fülle der Wahrheit und eine Einheit der Kirche geglaubt wird? Wie passt das dazu, dass von gewissen "Gemeinschaften" und Kirchen geglaubt wird, dass sie die Fülle der Wahrheit verloren haben? Und auch hier: wie passt das hier zu "verschiedenen Wahrheiten"? (Ich meine nicht Anteil an der Wahrheit, das ist logisch und richtig, sondern verschiedene Wahrheiten, wie ihr sie immer wieder erklärt.)

Nun, hier behaupten einige, den altkath. Glauben mit ihren Aussagen zu vertreten - mit römischen Argumenten wie dem Vat. II. oder sonstigen nicht altkath. Erklärungen - beziehen sich aber nie auf offiziell von altkath. Seite erklärte Glaubensaussagen. Es wird hier von weiss ich nicht was geredet, offizielle Aussgen der IBK oder der altkath. Väter werden aber gewolllt und mit Absicht ignoriert. Woher kommt das wohl?

P.S. wo steckt eigentlich John?

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 25. Juni 2010 23:56 
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Raphi hat geschrieben:
Wie passt das zur hier behaupteten Gleichheit aller Lehren und Religionen?


Das ist das kleine Wörtchen "WIR"

Raphi hat geschrieben:
Wir halten darum fest

Raphi hat geschrieben:
Deshalb gilt uns das

Raphi hat geschrieben:
glauben und bekennen wir


Die IBK hat das festgelegt, für sich. Das haben die anderen christlichen Konfessionen und die nicht-christlichen Religionen genauso gemacht. Das ist nunmal so anzuerkennen: wir haben uns das Recht herausgenommen, unsere Wahrheit zu definieren, das können wir den anderen nicht absprechen.

Und für mich selber: hätte ich die akK nicht für die Kirche gehalten, die am besten zu mir passt, wäre ich auch nicht eingetreten. Ich bin überzeugt davon, hier richtig zu sein (hier=meine Gemeinde vor Ort zu 100% und zu etwas weniger auch MuK). Aber auch ich habe mir dieses Recht einfach genommen - auch gegen die Regeln meiner Herkunft. Was ich tun will bzw. getan habe, kann ich wiederum anderen nicht absprechen.

Gruß
Adsartha

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Wo kämen wir hin, wenn keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?


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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 00:24 
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Adsartha hat geschrieben:
Raphi hat geschrieben:
Wie passt das zur hier behaupteten Gleichheit aller Lehren und Religionen?


Das ist das kleine Wörtchen "WIR"

Raphi hat geschrieben:
Wir halten darum fest

Raphi hat geschrieben:
Deshalb gilt uns das

Raphi hat geschrieben:
glauben und bekennen wir


Die IBK hat das festgelegt, für sich. Das haben die anderen christlichen Konfessionen und die nicht-christlichen Religionen genauso gemacht. Das ist nunmal so anzuerkennen: wir haben uns das Recht herausgenommen, unsere Wahrheit zu definieren, das können wir den anderen nicht absprechen.


Eben, das "wir" besagt, was wir ( :wink: ) erklärtermassen glauben. Ob andere auch noch etwas glauben ist schliesslich und letztlich irrelevant, denn wir erklären, behaupten und leben ja Nachfolge der Alten Kirche (oder sollten dies zumindest). Ich aber glaube nicht, dass gewisse "wirs" eine oder verschiedene Wahrheiten ergeben, sondern dass die eine Wahrheit exisiert, deren Strahlen auch auf andere scheinen, ihnen jedoch nie die Fülle verschaffen.

Adsartha hat geschrieben:
Und für mich selber: hätte ich die akK nicht für die Kirche gehalten, die am besten zu mir passt, wäre ich auch nicht eingetreten. Ich bin überzeugt davon, hier richtig zu sein (hier=meine Gemeinde vor Ort zu 100% und zu etwas weniger auch MuK). Aber auch ich habe mir dieses Recht einfach genommen - auch gegen die Regeln meiner Herkunft. Was ich tun will bzw. getan habe, kann ich wiederum anderen nicht absprechen.

Gruß
Adsartha


Du gehst davon aus, was am besten zu dir passt; ich was am ehesten wahr ist. Ich orientiere mich dabei an dem von Gott geoffenbarten katholischen und göttlichen Glauben.

Du fühlst dich in deiner Gemeinde wohl. Ich ebenfalls, aber nicht nur in meiner Gemeinde, sondern in der ganzen CKK, denn ich kenne so viele Leute in meiner Kirche. Leute jeglichen Alters. Von Menschen, die älter sind als meine Grosseltern, die meiner Taufe beigewohnt haben, bishin zu Leuten, die noch nicht halb so alt sind wie ich oder noch weniger. Mit allen bin ich per Du. Ich habe Verwandte und Freunde von einem Ende der christkath. Schweiz zum anderen und darüber hinaus. Würde ich heute aus der Kirche austreten und meine Ämter niederlegen, hätte das eine offizielle Mitteilung zur Folge...

Ich lasse mir daher bestimmt nicht von Dahergelaufenen sagen, was altkath. sei, wenn jegliche offizielle altkath. Aussagen ignoriert werden. (Zur Klärung: mit dahergelaufen bist nicht du gemeint.)

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 00:43 
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Adsartha hat geschrieben:
Du fühlst dich in deiner Gemeinde wohl. Ich ebenfalls, aber nicht nur in meiner Gemeinde, sondern in der ganzen CKK, denn ich kenne so viele Leute in meiner Kirche. Leute jeglichen Alters. Von Menschen, die älter sind als meine Grosseltern, die meiner Taufe beigewohnt haben, bishin zu Leuten, die noch nicht halb so alt sind wie ich oder noch weniger. Mit allen bin ich per Du. Ich habe Verwandte und Freunde von einem Ende der christkath. Schweiz zum anderen und darüber hinaus. Würde ich heute aus der Kirche austreten und meine Ämter niederlegen, hätte das eine offizielle Mitteilung zur Folge...


Das ist schön für Dich, aber obwohl ich älter bin als Du bin ich noch längst nicht so lange dabei. Aber mehr und mehr lerne ich auch Leute von "außerhalb" kennen, war auf dem Dekanatstag und hoffe, dass ich in ein paar Jahren in der akKD auch besser verwurzelt bin als momentan.

Raphi hat geschrieben:
Du gehst davon aus, was am besten zu dir passt; ich was am ehesten wahr ist.


Ich glaube, dass die Wahrheit über den Sinn und Unsinn der Welt, der Menschen, das richtige Zusammenleben letztlich nicht in menschlichen Worten beschreibbar sind. Für mich sind alle Religionen und Konfessionen verschiedene Wege zu der einen Wahrheit, denn es gibt nur einen Gott / eine Ur-Ursache.

Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 01:05 
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Adsartha hat geschrieben:
Adsartha hat geschrieben:
Du fühlst dich in deiner Gemeinde wohl. Ich ebenfalls, aber nicht nur in meiner Gemeinde, sondern in der ganzen CKK, denn ich kenne so viele Leute in meiner Kirche. Leute jeglichen Alters. Von Menschen, die älter sind als meine Grosseltern, die meiner Taufe beigewohnt haben, bishin zu Leuten, die noch nicht halb so alt sind wie ich oder noch weniger. Mit allen bin ich per Du. Ich habe Verwandte und Freunde von einem Ende der christkath. Schweiz zum anderen und darüber hinaus. Würde ich heute aus der Kirche austreten und meine Ämter niederlegen, hätte das eine offizielle Mitteilung zur Folge...


Das ist schön für Dich, aber obwohl ich älter bin als Du bin ich noch längst nicht so lange dabei. Aber mehr und mehr lerne ich auch Leute von "außerhalb" kennen, war auf dem Dekanatstag und hoffe, dass ich in ein paar Jahren in der akKD auch besser verwurzelt bin als momentan.


:bravo: Das ist ein schönes Anliegen. Ich danke Gott für jede und jeden, die/der zu uns kommt, um unseren Glauben zu teilen. Sich tiefere Verwurzelung zu wünschen, ist natürlich höchst löblich.

Es müssen einfach einige akzeptieren, dass wir - d.h. die Alten, die Gebürtigen oder wie auch immer - auch noch da sind und dass viele nicht die Meinungen der Neuen teilen.

Adsartha hat geschrieben:
Raphi hat geschrieben:
Du gehst davon aus, was am besten zu dir passt; ich was am ehesten wahr ist.


Ich glaube, dass die Wahrheit über den Sinn und Unsinn der Welt, der Menschen, das richtige Zusammenleben letztlich nicht in menschlichen Worten beschreibbar sind. Für mich sind alle Religionen und Konfessionen verschiedene Wege zu der einen Wahrheit, denn es gibt nur einen Gott / eine Ur-Ursache.

Gruß
Adsartha


Die Wahrheit ist uns geoffenbart, weil Gott Mensch wurde. ER hat sich selbst geoffenbart. Es gibt keine verschiedenen Wege zur Wahrheit, sondern nur einen Weg, der die Fülle enthält, und Wege, die Anteil haben an der einen Wahrheit.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 01:25 
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Zitat:
Ich lasse mir daher bestimmt nicht von Dahergelaufenen sagen, was altkath. sei, wenn jegliche offizielle altkath. Aussagen ignoriert werden. (Zur Klärung: mit dahergelaufen bist nicht du gemeint.)


Egal wer gemeint ist, bitte nimm solch persönliche Angriffe nicht in die Diskussion rein. Es unterstützt weder Deine Argumentation, noch öffnet es den Blick der anderen für Deine Position, dass man sich diese zumindest anhört bzw. liest und nicht bei so einer Wortwahl gleich mal in Kampfposition geht. Die Leute, die hier im Forum Mitglied unserer Kirche sind, sind nicht einfach so dahergelaufen, sie dürften sich das einige Zeit überlegt haben (bei mir dauerte das fünf Jahre). Ich respektiere Deine persönliche kirchliche Geschichte, Deinen Einsatz und natürlich Deinen Glauben, allerdings haben Leute wie ich und wie auch Eilike ebenso ihre Geschichte, ihren Einsatz und auch ihren Glauben, den sie bestmöglich in die Kirche zu integrieren suchen, von der sie auch mit ihrer Vergangenheit ermutigt und eingeladen wurden. Ohne Deine Argumente jetzt konkret zu bewerten, ich lasse sie jetzt erst einmal so stehen, kann ein Weg des Angriffs doch nicht zu einem besseren Veständnis führen, geschweige denn andere Menschen einladen.
(und so ganz nebenbei finde ich den despektierlichen Ton zwischen Euch beiden momentan etwas anstrengend; Eilike ist kein 15-jähriges Mädchen, dem man die Leviten lesen muss. Sorry, aber das muss echt nicht sein)

Tarec


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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 02:04 
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Und nun zur Argumentation eine grundsätzliche Frage:
Denkst Du, dass die Gläubigen einer Kirche, egal welcher, jeden Glaubenssatz kennen bzw. auch mit ihm übereinstimmen? Ist es nicht häufig die Sozialisation in eine Kirche hinein und/oder die Summe der Theologie jener Kirche, die die Menschen dazu bewegen, sich mit ihrer Kirche zu identifizieren? Ich habe bei Dir so das Gefühl, dass Du von einem Idealbild eines Gläubigen ausgehst, dem man zustreben sollte, nein, sogar MUSS, und jeder, der dieses Bild nicht vollumfänglich vertritt, nichts in der Kirche verloren habe.
Ist das wirklich so?

Tarec


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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 08:35 
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Natürlich muss man das NICHTmit allem übereinstimmen! Aber man darf natürlich die eigenen Schlüsse, die amn auch sehr wohl kundtun kann und soll, dann nicht als allgmeingültig für die jeweilige Kirche ausgeben und deklarieren! Die Frage ist aber: Wer darf und kann sich - gemäß formeller und informeller Gegebenheiten - in der jeweiligen Kirche beheimaten und wer nicht!?

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Mariae vitam imitantes


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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 09:20 
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Beiträge: 1173
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Silesia hat geschrieben:
Aber man darf natürlich die eigenen Schlüsse, die man auch sehr wohl kundtun kann und soll, dann nicht als allgemeingültig für die jeweilige Kirche ausgeben und deklarieren!


Und wer macht das hier? Ich wüsste nicht, wer hier "ex cathedra" für die alt-katholische(n) Kirche(n) spricht...

Bitte bedenkt:


1. Was ist Mensch-und-Kirche.de?

Das Forum "mensch-und-kirche.de" wurde als virtueller Begegnungsraum von Frauen und Männern christlichen Glaubens gegründet. In diesem Forum sollen Fragestellungen zu Glauben, Religion und Kirche sowie den von diesen Themen tangierten Lebensbereichen diskutiert werden. Es soll vor allem helfen, die großen räumlichen Distanzen zwischen den Mitgliedern der altkatholischen Kirche Deutschlands, Österreichs und der christkatholischen Kirche der Schweiz zu überbrücken und die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch zu geben.



2. Ist Mensch-und-Kirche.de ein alt-katholisches Forum?

Jein - das Forum ist ein christliches Forum! Menschen aller Konfessionen sind bei uns eingeladen. Da es bereits Foren gibt, die sich speziell mit den Fragen anderer Konfessionen beschäftigen hat dieses Forum den thematischen Schwerpunkt, alt-katholischer und anglikanischer Fragestellungen. Dennoch ist der Austausch mit Menschen anderer Konfessionen explizit gewünscht.

Das Forum ist kein Organ oder Medium der alt-katholischen oder anglikanischen Kirche. Die Beiträge, die hier veröffentlicht werden, repräsentieren nicht notwendigerweise die Haltung der alt-katholischen oder der anglikanischen Kirche.

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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“
(Bertolt Brecht)


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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 12:32 
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Beiträge: 1040
Raphi, auf diesem Niveau kann ich nicht mit dir diskutieren.
Du bist ein Meister im Bereich von Halbwahrheiten und auch in Verdrehungen dessen, was ich gesagt habe. Beispielsweise gibt es eine sehr differenzierte Erklärung der IBK zur filioque-Frage; zu den Aussagen der ökumenischen Konzilien habe ich mich viel differenzierter geäußert; über die Bilderverehrung haben wir hier schon mal auf anderem Niveau diskutiert, usw. usw....
Am liebsten würde ich mal etliche deiner Beiträge hier ausddrucken, um mal ein paar kompetente christkatholische Leute zu fragen, was sie davon halten (wobei ich alledings nicht unterscheiden werde zwischen "Gebürtigen" und "Dahergelaufenen"). Leider kenne ich z.Zt. außer deinem Bischof nur relativ wenige Christkatholiken, was sich aber ändern kann, zumal ich im August nach Zürich fahre.

Eilike

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 12:46 
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Beiträge: 1227
Eilike hat geschrieben:
Raphi, auf diesem Niveau kann ich nicht mit dir diskutieren.
Du bist ein Meister im Bereich von Halbwahrheiten und auch in Verdrehungen dessen, was ich gesagt habe. Beispielsweise gibt es eine sehr differenzierte Erklärung der IBK zur filioque-Frage;


Die kann man z.B. hier nachlesen: Erklärung filioque. Ich kenne die Erklärungen der IBK, danke!

Eilike hat geschrieben:
zu den Aussagen der ökumenischen Konzilien habe ich mich viel differenzierter geäußert; über die Bilderverehrung haben wir hier schon mal auf anderem Niveau diskutiert, usw. usw....


Du hast dich nicht "differenziert" geäussert, sondern schlicht und einfach behauptet, die ökumenischen Konzilien hätten ebenfalls geirrt oder hätten keine bindende Wirkung, was hier oben ausdrücklich widerlegt ist.

Eilike hat geschrieben:
Am liebsten würde ich mal etliche deiner Beiträge hier ausddrucken, um mal ein paar kompetente christkatholische Leute zu fragen, was sie davon halten (wobei ich alledings nicht unterscheiden werde zwischen "Gebürtigen" und "Dahergelaufenen"). Leider kenne ich z.Zt. außer deinem Bischof nur relativ wenige Christkatholiken, was sich aber ändern kann, zumal ich im August nach Zürich fahre.

Eilike


Aha, nun gut, ich bekomme es dann schon mit, wenn eine Deutsche Zettel verteilt :lol: Mir ist das egal, du kannst soviel drucken und verteilen wie es dir beliebt. Solche "Drohungen" lassen mich kalt. Du kannst dich auch beim Bischof beschweren. Auch das lässt mich kalt.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 13:01 
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Schon wieder völlig fehlinterpretiert!
Das würde ich auf keinen Fall ohne Dein Wissen / Deine Zustimmung tun, deshalb war das auch keine "Drohung". Ich dachte einfach, es würde uns beide interessieren, was theologisch Gebildete und vielleicht auch Leute mit amtlichen Funktionen dazu sagen. Noch ist ja gar nicht entschieden, was die dazu sagen würden.

Eilike

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 13:56 
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Beiträge: 1227
tmansor hat geschrieben:
Und nun zur Argumentation eine grundsätzliche Frage:
Denkst Du, dass die Gläubigen einer Kirche, egal welcher, jeden Glaubenssatz kennen bzw. auch mit ihm übereinstimmen? Ist es nicht häufig die Sozialisation in eine Kirche hinein und/oder die Summe der Theologie jener Kirche, die die Menschen dazu bewegen, sich mit ihrer Kirche zu identifizieren? Ich habe bei Dir so das Gefühl, dass Du von einem Idealbild eines Gläubigen ausgehst, dem man zustreben sollte, nein, sogar MUSS, und jeder, der dieses Bild nicht vollumfänglich vertritt, nichts in der Kirche verloren habe.
Ist das wirklich so?

Tarec


Nein, ich glaube nicht, dass jeder Gläubige jeden Glaubenssatz seiner Kirche kennt, noch dass er jeden kennen muss. Ich kenne auch nicht jeden - jedenfalls nicht auswendig und ich glaube auch nicht an jeden. Ich stelle aber die Punkte, die ich nicht glaube, auch nicht als altkatholisch dar. Darüber hinaus gibt es unter den Glaubenssätzen wichtigere und weniger wichtige (Hierarchie der Wahrheiten), da sind sich die westlichen Katholiken einig.

Sich mit den Lehrpositionen zu beschäftigen ist aber wichtig und auch förderlich. Es ist natürlich gut, möglichst viele Glaubenssätze zu kennen und auch zu glauben.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 15:49 
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Beiträge: 1541
Gibt es eine konkrete alt-katholische "Hierarchie der Wahrheiten"?


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 Betreff des Beitrags: Re: "Untrügliche und dauernde Richtschnuren unseres Glaubens
BeitragVerfasst: 26. Juni 2010 16:22 
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Registriert: 5. November 2005 13:01
Beiträge: 1040
Raphi hat geschrieben:
Du hast dich nicht "differenziert" geäussert, sondern schlicht und einfach behauptet, die ökumenischen Konzilien hätten ebenfalls geirrt oder hätten keine bindende Wirkung, was hier oben ausdrücklich widerlegt ist.


Dann bitte ich um mein korrektes Zitat.

Eilike

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