Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Re: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter
BeitragVerfasst: 27. Juli 2010 07:21 
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Joseph Ratzingern hat bis heute auch keinen Führerschein; in seiner Tübinger Zeit als Professor ließ er sich wohl öfter von Hasenhüttl chauffieren.

Ich war vor vielen Jahren mal in einer Schulklasse zufällig dabei, als für 'Miserior' geworben wurde und die Oberstufen-Schülerinnen kritisch darauf hinwiesen, dass der Bischof doch einen ziemlich großen Wagen fahre.
Ach, wie hat der (geistliche) Religionslehrer herumgeeiert, um die Mädchen davon zu überzeugen, wie schwer der Bischof selbst unterwegs arbeiten müsste, Akten studieren, seine Ansprachen vorbereiten.

Eilike

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 Betreff des Beitrags: Re: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter
BeitragVerfasst: 27. Juli 2010 17:45 
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Registriert: 1. Februar 2005 18:32
Beiträge: 28
Ich denke, man sollte diese Diskussion "etwas sachlicher" (bitte nicht generel negativ auffassen) führen. Sicherlich sind die Gehälter einzelner kirchlicher Funktionäre erwähnenswert, aber in einer solchen Diskussion gleitet man schnell in eine Neiddebatte ab zumal jeder erst einmal sich selber prüfen sollte, ob er sich "angemessen" im öffentlichen Raum bewegt oder er oder sie angemessen lebt. Dies fängt zum Beispiel schon bei der Wahl der eigenen Automarke oder der Größe der eigenen Wohnung oder die Wahl des Reiseortes an.
Zweifelsfrei gibt es sicherlich in allen Kirchen die ein oder andere Einsparmöglichkeit und den ein oder anderen Luxus, aber die Frage ob ddie Gehälter der Pfarrer zu hoch oder zu niedrig ist nach meiner Meinung in der Diskussion eine Petitesse.

Was mich an der Abschaffung der Kirchensteuer reizt, ist die Vorstellung, dass die Kirche mit den Mitgliedern anders umgehen muss. Gerade die r.k. oder die protestantischen Kirchen neigen nach meiner Ansicht dazu, die Kirche und ihre Glieder eher zu verwalten. Der Gemeinschaftsgeist, die Glaubensgemeinschaft, die soziale Identifikation u.a. wird zumeist vernachlässigt oder bedarf das Engagement von Einzelnen. In der a.K. habe ich hier übrigens eher positive Erfahrungen gemacht. Dies mag aber sicherlich an der Überschaubarkeit der Strukturen (gerade die Bischöfliche) oder der Gemeindegrößen liegen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter
BeitragVerfasst: 27. Juli 2010 20:00 
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Registriert: 5. November 2005 13:01
Beiträge: 1040
Ich glaube, ich bin eher ins Smalltalk abgeglitten; Entschuldigung!
Es geht mir gar nicht um die Kürzung irgend welcher Gehälter, am wenigsten um die der Pfarrer.
Ich würde es nur sehr bedauern, wenn wg. Kürzung staatlicher Mittel die Kirchen sich aus der Bildungsarbeit für Kinder, Jugendliche, Erwachsenen zurück zögen. Und das brächte schließlich m.M.n. keine Vorteile für den Staat.
Das einzige Sparpotential sehe ich bei den Bischofsgehältern (auf die ich bestimmt nicht neidisch bin), aber die machen auch nur einen Klacks aus.

Kirchensteuer: Alt-Katholiken nehmen bekanntlich weder Mess-Stipendien noch andere Stolgebühren (zum Vergleich mit der polnischen rkK. von 1980).
Für die akK. als Institution wäre der Wegfall der Kirchensteuer z. Zt. eine Katastrophe, abgesehen davon, dass die bei der Spardiskussion der Staates auch keine Rolle spielt.
"Verwaltet" fühle ich mich seit ich ak. bin eigentlich nicht.
Bei allen Nachteilen der Kirchensteuer, die ich auch sehe:
Ein kluger Mann sagte mal, die Kirchensteuer sei immer noch besser, als wenn der Pfarrer sonntags nur noch das predigen dürfte, was die reichste Witwe der Gemeinde gerne hören möchte.
Das ist sicher überzeichnet, aber vielleicht ist doch etwas dran.

Eilike

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Wir sind eine Kirche mit katholischer Bindung und evangelischer Freiheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter
BeitragVerfasst: 27. Juli 2010 22:14 
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Eilike hat geschrieben:
Ein kluger Mann sagte mal, die Kirchensteuer sei immer noch besser, als wenn der Pfarrer sonntags nur noch das predigen dürfte, was die reichste Witwe der Gemeinde gerne hören möchte.
Eilike


Da sind einzelne Gemeinden der evangelischen Landeskirchen auch mit Kirchensteuer schon dran. Wie ich an anderer Stelle schon mal geschrieben hatte, besteht bei einer Vorortgemeinde folgende Situation:

Glieder ca. 3500, Kirchgänger maximal 25 bis 30

viewtopic.php?f=14&t=1874&p=21597&hilit=markion#p21597

Zu seinem Kreis gehören inzwischen noch ca. 7 andere, die es genauso halten...

Er konnte sie für seine Position gewinnen und die Leute wollen jetzt z.B. keine angeblich falschen Geschichten mehr hören.
Es besteht aber eine starke Jesus-Frömmigkeit.

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Hic fuit


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