Adsartha hat geschrieben:
Ich denke schon, dass es gerechtfertigt ist, dass die Kirche von ihren Mitgliedern auch Beiträge erhebt - für den Pfarrer, die Kirchengebäude, Gemeindeaktivitäten. Ob nun Kirchensteuer oder von den Kirchen selbst zu organisierende Gebührenerhebung - wahrscheinlich ist Kirchensteuer noch die günstigste Variante, da eine schon vorhandene Verwaltung für das Geldeintreiben genutzt wird.
Einverstanden. Nur: Beiträge selber einzahlen würden wohl weniger als dies durch die Steuer erledigen. Viele ändern einfach nichts und bezahlen die Kirchensteuer gleich mit. Würde das wegfallen und die Kirche ihnen z.B. Aufforderungen zur Überweisung eines Mitgliederbeitrages senden, würden wohl viele das Schreiben einfach in den Müll werfen.
Adsartha hat geschrieben:
Austreten kann ja eh jeder - aber es hat doch noch ein Geschmäckle und darum passiert es dann noch nicht so oft, dass ein realistisches Bild der Christen in der BRD zustande kommt.
Wie genau meinst du das?
Adsartha hat geschrieben:
In Bezug auf Krankenhäuser, Kindergärten, Altersheime etc wäre ich eh dafür, dass nur ein sehr kleiner Teil konfessionell gebunden geführt wird. Der jetzige Zustand schränkt Nicht-rkler und nicht-EKDler in ihrer Berufswahl ein und verhindert ein selbstbestimmtes Leben (Stichworte: Scheidung, "wilde Ehe", Ehe mit Nichtchristen, Verpartnerungen usw) bei Arbeitnehmern von rk-Einrichtungen.
Gruß
Adsartha
Hier finde ich, muss man differenzieren. Ich kenne z.B. ein Alters- und Pflegeheim, das der Reformierten Kirche gehört, aber die Bewohner aus allen Konfessionen kommen, beim Personal überwiegen sogar die Orthodoxen. Ansgesichts der Tatsache, dass das Altersheim keine erzieherischen Aspekte hat, ist es auch nicht notwendig, dass das Personal der Ref. Kirche angehört. Gleiches gilt für Spitäler.
Bei Kindergärten und Schulen ist die Lage meiner Meinung nach eine andere. Staatliche Schulen sollten m.E. grundsätzlich nicht von der Kirche geführt werden.
Konfessionelle oder religiöse Schulen sollten daher Privatschulen sein. Dort - da spielt der erzieherische Aspekt eine grosse Rolle - kann erwartet werden, dass die Lehrkörper der Kirche/Religion angehören, die die Schule unterhält. Ich habe Cousins/Cousinen, die auf eine jüdische Schule geschickt wurden. In dieser Schule ist Zugehörigkeit zum Judentum für SchülerInnen und LehrerInnen Voraussetzung, was ich folgerichtig finde. Gleiches gilt auch für katholische oder evangelische Schulen, obwohl ich persönlich nur kath. Schulen bzw. Internate kenne. (Wobei bei jenen die Religion für eine Zulassung meist keine Rolle spielt.)