Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Konversion und Religionsvergleich
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 22:37 
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neues Thema "Konversion und Religionsvergleich" abgetrennt aus "Eucharistie- und Abendmahlsverständnis"
Ulrich/Mod.






Gerade deshalb könnte ich nicht orthodox sein, denn ich bin ein Mensch, sogar eine Frau des 21. Jh.'s.
Der Orthodoxie fehlen einige Entwicklungsschübe, die die westl. Kirchen hinter sich haben, vor allem die Reformation und die Aufklärung.
"Modernismus" ist für mich ein Schimpfwort aus der römischen Mottenkiste des 18./19. Jh.; ja, ich bin in deinen Augen Modernistin, das wissen wir ja beide, aber damit kann ich leben, solange ich sicher bin, dass ich trotzdem - oder gerade deshalb - von Gott angenommen bin. Das allein genügt.

Eilike

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Wir sind eine Kirche mit katholischer Bindung und evangelischer Freiheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:04 
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Eilike hat geschrieben:
Gerade deshalb könnte ich nicht orthodox sein, denn ich bin ein Mensch, sogar eine Frau des 21. Jh.'s.
Der Orthodoxie fehlen einige Entwicklungsschübe, die die westl. Kirchen hinter sich haben, vor allem die Reformation und die Aufklärung.
"Modernismus" ist für mich ein Schimpfwort aus der römischen Mottenkiste des 18./19. Jh.; ja, ich bin in deinen Augen Modernistin, das wissen wir ja beide, aber damit kann ich leben, solange ich sicher bin, dass ich trotzdem - oder gerade deshalb - von Gott angenommen bin. Das allein genügt.

Eilike


:dafuer:

Genauso empfinde ich auch. Ich hab das auch bei meiner Aufnahme ins Katechumenat vor der Gemeinde so erklärt: "dass ich mit der ak-Gemeinde einen Weg gefunden habe, der zu mir als Frau des 21. Jahrhunderts passt" (besser als eben der Islam)

Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:05 
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Eilike hat geschrieben:
Gerade deshalb könnte ich nicht orthodox sein, denn ich bin ein Mensch,


:?: Und die Orthodoxen sind keine Menschen? Seltsame Aussage...

Eilike hat geschrieben:
Der Orthodoxie fehlen einige Entwicklungsschübe, die die westl. Kirchen hinter sich haben, vor allem die Reformation und die Aufklärung.


Interessant. Meines Wissens wird die Reformation von den Katholiken nicht als "Entwicklungsschub" angenommen, ihre Lehren sind jedenfalls mit dem katholischen Glauben unvereinbar. Es ist schade, wie du die Reformation verklärst, zeigt aber, in welche Richtung du religiös verortet bist.

Ausserdem, wieso sollte der von Gott geoffenbarte Glauben "Entwicklungsschübe" nötig haben, die ihn zu einem anderen als dem von den Aposteln verkündeten machen?

Eilike hat geschrieben:
"Modernismus" ist für mich ein Schimpfwort aus der römischen Mottenkiste des 18./19. Jh.; ja, ich bin in deinen Augen Modernistin, das wissen wir ja beide, aber damit kann ich leben, solange ich sicher bin, dass ich trotzdem - oder gerade deshalb - von Gott angenommen bin. Das allein genügt.

Eilike


Meine Liebe, soweit ich weiss, wird Heilsgewissheit (übrigens eine protestantische Lehre) von unserer Kirche (noch immer?) abgelehnt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:07 
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Adsartha hat geschrieben:
Eilike hat geschrieben:
Gerade deshalb könnte ich nicht orthodox sein, denn ich bin ein Mensch, sogar eine Frau des 21. Jh.'s.
Der Orthodoxie fehlen einige Entwicklungsschübe, die die westl. Kirchen hinter sich haben, vor allem die Reformation und die Aufklärung.
"Modernismus" ist für mich ein Schimpfwort aus der römischen Mottenkiste des 18./19. Jh.; ja, ich bin in deinen Augen Modernistin, das wissen wir ja beide, aber damit kann ich leben, solange ich sicher bin, dass ich trotzdem - oder gerade deshalb - von Gott angenommen bin. Das allein genügt.

Eilike


:dafuer:

Genauso empfinde ich auch. Ich hab das auch bei meiner Aufnahme ins Katechumenat vor der Gemeinde so erklärt: "dass ich mit der ak-Gemeinde einen Weg gefunden habe, der zu mir als Frau des 21. Jahrhunderts passt" (besser als eben der Islam)

Gruß
Adsartha


Dann geht es dir also mehr um frauliche Selbstverwirklichung als um Christus und sein Evangelium? Deshalb bist du ak geworden, oder wie soll man diese Aussage verstehen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:16 
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@Raphi: eigentlich weiß ich nicht, warum ich mich hier in aller Öffentlichkeit erklären muss, für diese Frage wäre mir eine PN lieber gewesen. Es wäre ja auch nicht die erste, die wir beide dann ausgetauscht hätten.

Wichtig war mir ein Bezug zu Gott ohne Vorleistungen, ohne Bedingungen - das ist für mich der entscheidende Unterschied zwischen Christentum und Islam.
Erst als es dann um die Konfession ging, kam dann auch ins Spiel, wie die jeweilige Konfessionen zu den ihr angehörenden Frauen steht. Und da sind rkK und Orthodoxie ganz klar RÜCKSCHRITTLICH im Vergleich mit dem Islam. Warum hätte ich mir das antun sollen? Und mit orthodoxer Religionszugehörigkeit noch ein fremdes Element (im Vergleich zu meiner Heimat Deutschland aufzunehmen) - das hätte mich überfordert.

Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:24 
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Adsartha hat geschrieben:
Wichtig war mir ein Bezug zu Gott ohne Vorleistungen, ohne Bedingungen - das ist für mich der entscheidende Unterschied zwischen Christentum und Islam.


Diese Aussage verstehe ich nicht. Im Ernst, der Sinn erschliesst sich mir nicht. Was ist mit "ohne Vorleistungen, ohne Bedingungen" gemeint? Es gibt auch im Christentum gewisse Lehren, die man annehmen muss, um überhaupt als Christ zu gelten. Ein Beispiel hierfür ist z.B. die ausdrückliche Nicht-Anerkennung z.B. der Zeugen Jehovas als Christen, weil sie die Göttlichkeit Christi und des Hl. Geistes nicht annehmen. Daher werden sie von keiner christlichen Kirche, sei es katholisch, orthodox oder evangelisch, als Christen anerkannt.

Adsartha hat geschrieben:
Erst als es dann um die Konfession ging, kam dann auch ins Spiel, wie die jeweilige Konfessionen zu den ihr angehörenden Frauen steht. Und da sind rkK und Orthodoxie ganz klar RÜCKSCHRITTLICH im Vergleich mit dem Islam. Warum hätte ich mir das antun sollen? Und mit orthodoxer Religionszugehörigkeit noch ein fremdes Element (im Vergleich zu meiner Heimat Deutschland aufzunehmen) - das hätte mich überfordert.

Gruß
Adsartha


Also weder die Orthodoxie noch die römische Kirche steinigt Frauen etc.

Aber nun zum Kern: dann hast du dich also nicht aufgrund des altkatholischen Glaubens der AKD angeschlossen, sondern wegen deren Umgang mit Frauen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:31 
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Hallo Raphi
ich habe Deine PN empfangen und wollte auch eben antworten, kann sie aber nicht abschicken, ich fliege dann einfach wieder raus :(
Kannst Du mir eine Email Adresse über PN schicken, dann antworte ich Dir darauf, den Text habe ich abgespeichert.
Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 13. Juni 2010 23:41 
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Raphi hat geschrieben:
Diese Aussage verstehe ich nicht. Im Ernst, der Sinn erschliesst sich mir nicht. Was ist mit "ohne Vorleistungen, ohne Bedingungen" gemeint? Es gibt auch im Christentum gewisse Lehren, die man annehmen muss, um überhaupt als Christ zu gelten. Ein Beispiel hierfür ist z.B. die ausdrückliche Nicht-Anerkennung z.B. der Zeugen Jehovas als Christen, weil sie die Göttlichkeit Christi und des Hl. Geistes nicht annehmen. Daher werden sie von keiner christlichen Kirche, sei es katholisch, orthodox oder evangelisch, als Christen anerkannt.


Mit Vorleistungen meinte ich wirkliche Leistungen und nicht Glauben. Im Islam reicht der Glaube alleine nicht, es gibt ziemlich detailierte Vorschriften, was da auch noch im Alltag alles dazu gehört - und zwar unabhängig davon, ob das in einem nicht-muslimischen Land auch so in den Alltag passt.

Steinigung von Frauen ist kein Phänomen, dass nur Frauen trifft. Mal ganz abgesehen davon, dass Steinung im Koran nicht erwähnt wird, die Strafe für Ehebruch sind Schläge/Hiebe und nicht der Tod! Moderne Gelehrte vertreten nun endlich auch die Ansicht "Koran bricht Sunna" (Sunna: Tradition basierend auf mündlichen Überlieferungen von Worten und Taten des Propheten). Das hat sich bisher aber leider noch nicht überall durchgesetzt. Islam und Muslime sind auch 2 ganz verschiedene Dinge - so wie Christentum und Christen unterschiedlich sind - nämlich Theorie und Praxis.

In Bezug auf meine Entscheidung für die AKD muss ich Dich enttäuschen: ich sehe keine grundlegenden Unterschiede zwischen den Konfessionen. (Bibel, Jesus, eine Kirche, Trinität - das ist überall gegeben) Außer dass ich persönlich Augustin mit seiner Erbsündenlehre gar nicht mag - und froh bin, dass er im Katechismus der ckK nicht erwähnt wird. Daher war dann für mich bei der Endauswahl so praktische Dinge wie FO entscheidend, ja, das gebe ich zu.

Ich wollte
- nichts zusätzlich durch die Sprache Fremdes (eleminiert Orthodoxe und Anglikaner)
- keine Freikirchen (ich war mir unsicher, ob ich da nicht bei irgendwas ganz obskurem lande)
- nicht rk
- EKD aber auch nicht so unbedingt, denn irgendwie fand ich die rk-Rituale immer viel beeindruckender, tiefergehender, faszinierender
- von daher bin ich froh, noch rechtzeitig (es war ein irrer Zufall) auf die akK gestoßen zu sein.

Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 00:03 
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Adsartha hat geschrieben:
Mit Vorleistungen meinte ich wirkliche Leistungen und nicht Glauben. Im Islam reicht der Glaube alleine nicht, es gibt ziemlich detailierte Vorschriften, was da auch noch im Alltag alles dazu gehört - und zwar unabhängig davon, ob das in einem nicht-muslimischen Land auch so in den Alltag passt.

Steinigung von Frauen ist kein Phänomen, dass nur Frauen trifft. Mal ganz abgesehen davon, dass Steinung im Koran nicht erwähnt wird, die Strafe für Ehebruch sind Schläge/Hiebe und nicht der Tod! Moderne Gelehrte vertreten nun endlich auch die Ansicht "Koran bricht Sunna" (Sunna: Tradition basierend auf mündlichen Überlieferungen von Worten und Taten des Propheten). Das hat sich bisher aber leider noch nicht überall durchgesetzt. Islam und Muslime sind auch 2 ganz verschiedene Dinge - so wie Christentum und Christen unterschiedlich sind - nämlich Theorie und Praxis.


Das wird wohl stimmen. Auch die Christen haben abscheuliche Verbrechen im Namen Gottes begangen, ich denke da insbesondere an Ketzer- und Hexenverbrennungen, Feldzüge gegen und politische Unterjochung von Andersgläubigen u.v.m. was so gar nicht dem Vorbild Christi entspricht.

Ich muss klar sagen, dass ich mich mit dem Islam und seinen Schriften nicht auskenne und daher nicht sagen kann, ob in meinen Augen verwerfliche Dinge wie Steinigung und Ermordung von Abtrünnigen etc. religiös (also durch den Koran und andere Schriften) bedingt sind, oder kulturell (ich habe mal gehört, dass vieles kulturell sei, insbesondere Ehrenmorde, Blutrache und Mädchenbeschneidung.)

Adsartha hat geschrieben:
In Bezug auf meine Entscheidung für die AKD muss ich Dich enttäuschen: ich sehe keine grundlegenden Unterschiede zwischen den Konfessionen. (Bibel, Jesus, eine Kirche, Trinität - das ist überall gegeben) Außer dass ich persönlich Augustin mit seiner Erbsündenlehre gar nicht mag - und froh bin, dass er im Katechismus der ckK nicht erwähnt wird.


Die Erbsündenlehre war bei den Altkatholiken seit jeher unbeliebt - die PNCC hat z.B. kurzen Prozess mit ihr gemacht und sie rausgeworfen :lol: . Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, was die CKK darüber lehrt. Davon wurde bisher nie gesprochen ausser im Kontext der Taufe, die von allen Sünden reinigt.


Adsartha hat geschrieben:
Daher war dann für mich bei der Endauswahl so praktische Dinge wie FO entscheidend, ja, das gebe ich zu.

Ich wollte
- nichts zusätzlich durch die Sprache Fremdes (eleminiert Orthodoxe und Anglikaner)
- keine Freikirchen (ich war mir unsicher, ob ich da nicht bei irgendwas ganz obskurem lande)
- nicht rk
- EKD aber auch nicht so unbedingt, denn irgendwie fand ich die rk-Rituale immer viel beeindruckender, tiefergehender, faszinierender
- von daher bin ich froh, noch rechtzeitig (es war ein irrer Zufall) auf die akK gestoßen zu sein.

Gruß
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Nun, das ist letztlich deine Entscheidung. Mir steht darüber kein Urteil zu, ich war nur etwas erstaunt über die eine Aussage :x)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 08:08 
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Das ist aber leider irgendwie ein ausschlussverfahren (was will ich nicht) ... statt eines "einschlussverfahrens" (was will ich) ... gewesen - oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 08:35 
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Mal zu dem VORUnd warum funktioniert es bei den dezentralen Protestanten noch weniger?

Mal zu dem VORGEGEBENEN aus Kreuznet zitiert (dei emien das natürlich polemisch, aber es kommt dennoch die Frage durch):

„»Sucher« ist ein zentrales Wort in Taylors Buch. Immer mehr Menschen sind Taylor zufolge auf der Suche, zugleich aber allergisch gegen vorproduzierte Antworten. »Die entscheidende Frage wird sein: Was macht die Kirche mit diesen Suchern?«, sagte Taylor. »Es ist schmerzlich für mich, daß die Sucher ihre Heimat nicht in der Kirche finden, was umso erstaunlicher ist, als die Kirche in den Anfängen die Heimat einer so vielfältigen Spiritualität war. Wie konnte die Kirche so eng werden?!« Eine Korrektur folgte: »Die Kirche« stimme nicht. »Das, was von oben kommt, das Magisterium ist das Problem. Was wir brauchen, ist eine Dezentralisierung.« Und der Kardinal? Schien schweigend zuzustimmen.“

Aus einem Artikel in der kirchenfeindlichen Wiener Tageszeitung ‘Die Presse’ über eine öffentliche Diskussion des kanadischen Philosophen Charles Taylor mit dem Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn.

"„»Sucher« ist ein zentrales Wort in Taylors Buch. Immer mehr Menschen sind Taylor zufolge auf der Suche, zugleich aber allergisch gegen vorproduzierte Antworten. »Die entscheidende Frage wird sein: Was macht die Kirche mit diesen Suchern?«, sagte Taylor. »Es ist schmerzlich für mich, daß die Sucher ihre Heimat nicht in der Kirche finden, was umso erstaunlicher ist, als die Kirche in den Anfängen die Heimat einer so vielfältigen Spiritualität war. Wie konnte die Kirche so eng werden?!« Eine Korrektur folgte: »Die Kirche« stimme nicht. »Das, was von oben kommt, das Magisterium ist das Problem. Was wir brauchen, ist eine Dezentralisierung.« Und der Kardinal? Schien schweigend zuzustimmen.“

Aus einem Artikel in der kirchenfeindlichen Wiener Tageszeitung ‘Die Presse’ über eine öffentliche Diskussion des kanadischen Philosophen Charles Taylor mit dem Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn."

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 08:41 
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http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Ta ... ilosoph%29 ... als Nachtrag!

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 12:52 
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Mein Lieber, (schöne Anrede, machst du die jetzt zur Tradition?),
auf deine Sinn-entstellende Kürzung meines Beitrags sollte ich eigentlich nicht eingehen, doch soviel: tatsächlich scheint nach meiner Sicht die Orthodoxie nicht nur die Liturgie, sonder die ganze Theologie z.Zt. des Joh.Chry. eingetrocknet zu haben, weshalb ich hier und heute nicht orthodox sein könnte, denn das passt nicht zu meinem Welt- und Menschenbild.
Entwicklungsschübe braucht unser menschliches Erkenntnisvermögen, oder wusstest du schon als Kleinkind alles, was du heute glaubst?
Man muss die Reformation nicht verklären, um sie als 'Entwicklungsschub' zu sehen. Das war sie zweifellos, auc hwenn die Kirchenspaltung zu bedauern ist. Aber ohne Luther, Calvin u.a. hätte es auch kein Konzil von Trient und keine kath. Reform gegeben, das wissen auch die Römer, und das sage ich hier ausdrücklich wertfrei.

(Geht später weiter!)
Eilike

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 13:02 
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Beiträge: 1686
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"Mein Lieber"??? Das bezieht sich wohl nicht auf mich?! Ich benutze ja - wenn dann - "meinE LiebEN". Und ich meine damit nicht das Gegenteil, sondern möchte dann daran appellieren, sich zu besinnnen und halte Euch damit auch selbstredend für fähig dazu. Es ist dann also nicht ironisch oder abwertend gemeint, sondern als Appell.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ökumenische Eucharistiefeier auf dem Kirchentag!
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 13:30 
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Beiträge: 788
Wohnort: Weidenberg, Nordostbayern
Silesia hat geschrieben:
"Mein Lieber"??? Das bezieht sich wohl nicht auf mich?!


Raphi war wohl gemeint. Und ich kann mir vorstellen - nachdem er so dermaßen böse fehlzitiert hat - dass man die Bedeutung von "Meine Liebe" durchaus diskutieren kann...

Aber zum Thema "Ökumene": Vielleicht sollte man sich wirklich mal darüber unterhalten, was "Kirche" ist und was durch die Reformationen bzw. durch Elisabeth I. in England geteilt wurde. Denn inzwischen komme ich immer mehr zur Auffassung, dass verschiedene kirchliche Gemeinschaften - auch mit völlig unterschiedlichen Organisationsstrukturen - durchaus die bessere Lösung sein können, als eine Großkirche, die man allemal daran hindern muss, auseinander zu fallen (z.B. ECUSA oder die "Afrikaner" bei den Anglikanern).


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