Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Blumberg: Alt-katholische Gemeinde wächst
BeitragVerfasst: 20. Januar 2010 09:20 
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Alt-katholische Gemeinde wächst

Blumberg. Kirchen spielen in der Eichbergstadt eine wichtige Rolle für die Gesellschaft. Rund 78 Prozent der Bevölkerung gehören einer der drei in Blumberg vertretenen Kirchengemeinden an.

In Zahlen heißt das, von den rund 10350 Einwohnern sind 8093 Kirchenmitglieder. Der Trend, dass immer mehr Menschen die Kirchen verlassen, scheint hier nicht zu greifen. Denn während die Kirchen in Deutschland von Jahr zu Jahr mehr Austritte zu beklagen haben, gehen die Mitgliederzahlen in Blumberg langsamer zurück – oder steigen sogar.

Besonders die alt-katholische Kirchengemeinde kann schon seit mehreren Jahren Zuwächse verzeichnen.

Euphorie erscheint trotz Zuwachs kaum angebracht

Mit elf Eintritten gegenüber zwei Austritten hat die alt-katholische Kirchengemeinde Blumberg und Kommingen wieder mehr Mitglieder als 2008.­ Damals waren es 759, heute sind es 761. Euphorisch werden Pfarrer Armin Luhmer in Blumberg und Vikar Ulf-Martin Schmidt in Kommingen deshalb aber nicht. Es handle sich bei den Zugängen um »saisonale Schwankungen«, mehr nicht. Die beiden Alt-Katholiken freuen sich natürlich über den Zuwachs. Als kleine Gemeinde habe man den Vorteil, oft näher an den Menschen zu sein. »Die Alt-Katholische Kirche wächst auch bundesweit moderat an. In absoluten Zahlen ist sie im Vergleich zu den beiden großen Kirchen allerdings immer noch sehr klein«, erklärt Armin Luhmer im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.
(...)
Eine Auflistung nach Pfarreien (in Klammern 2008): (...)
Alt-katholische Kirchengemeinde (Blumberg und Kommingen): 761 Mitglieder, drei Trauungen (0), vier Taufen (sechs), elf Erstkommunionen (acht), sieben Todesfälle (sieben), elf Eintritte (fünf), zwei Austritte (0).
(...)

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Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Blumberg: Alt-katholische Gemeinde wächst
BeitragVerfasst: 22. März 2010 09:40 
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NACHRICHTENTICKER BLUMBERG

Alt-Katholiken blicken nach vorne

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Blumberg. Die sechs alt-katholischen Gemeinden rund um Blumberg haben sich in den vergangenen Jahren vor allem um Sanierungen und Baumaßnahmen kümmern müssen. Nun soll die Gemeindearbeit wieder in den Mittelpunkt gerückt werden.

Das betonte Pfarrer Armin Luhmer im Vorfeld der gestrigen Gemeindeversammlung im Gasthaus »Hirschen«.

Der Vorsitzender des Gesamtgemeindeverbands Randen und Wutachtal, Franz-Josef Stadler aus Stühlingen, eröffnete die Versammlung, bei der neben der Annahme des neuen Haushaltsplans und der Entlastung von Kassiererin Simone Pfeiffer die Terminübersicht für das laufende Jahr auf der Tagesordnung standen. Diese stellte Pfarrer Luhmer vor. Ein Höhepunkt ist die Fahrt nach Karlsruhe zur Bischofsweihe von Matthias Ring am Samstag, 20. März. Auch ein Besuch des ökumenischen Kirchentages in München vom 12. bis 16. Mai ist geplant. Außerdem stehen im Sommer eine Kinderfreizeit, ein Gitarrenkurs sowie weitere Jugendangebote auf dem Programm. Im Bereich Jugendarbeit werde Vikar Ulf-Martin Schmidt künftig noch mehr machen.

Die vergangenen Jahre standen bei den Alt-Katholiken im Zeichen von Renovierungen und Baumaßnahmen: der Bau des Glockenturms vor der Christuskirche in Blumberg, die Sanierung des Vikariats in Kommingen sowie die Renovierung der Johanneskirche ebenda. Letztere sorgte innerhalb der Gemeinde für Gesprächsstoff, da Kurat Peter Klein, der auch als Künstler arbeitet, den Innenraum samt des Wandbildes umgestaltete. Ein Kompromiss brachte die Lösung: Die neue wärmeverkleidete Wand, an der nun ein großes Holzkreuz hängt, kann entfernt werden. Somit kann das Wandbild bei Bedarf freigelegt werden.

Seelsorge und Gottesdienste stehen nun im Mittelpunkt

In Zukunft, so Pfarrer Luhmer im Vorfeld der Versammlung, wolle man sich wieder der eigentlichen Gemeindearbeit widmen. »Als Schwerpunkte haben Vikar Schmidt und ich drei Punkte benannt: Seelsorge, Gottesdienste und Religionsunterricht«, erklärt Luhmer und ergänzt mit einem Augenzwinkern: »Ich hoffe, mit dem Bauen wird’s weniger.«

Vikar Schmidt werde den Gemeinden weiter erhalten bleiben, so Armin Luhmer. Zwar habe er sein Pfarrerexamen gemacht, möchte aber noch als Vikar in Kommingen tätig sein. In der Alt-Katholischen Kirche kann sich – anders als in der Römisch-Katholischen – ein Pfarrer aktiv auf eine Stelle bewerben. Dazu meint Armin Luhmer: »Wir hätten gerne wieder zwei Pfarrstellen für die sechs Gemeinden, so wie früher. Aber das hängt natürlich vom Bistum ab.« Eine Gelegenheit dies anzusprechen haben die Blumberger Alt-Katholiken im April. Dann wird der neue Bischof, Matthias Ring, zur Firmung der Jugendlichen erwartet.

Der Alt-Katholische-Gemeindeverband besteht aus den sechs selbstständigen Gemeinden in Blumberg, Kommingen, Fützen, Stühlingen, Schwaningen und Mundelfingen. Pfarrer Armin Luhmer und Vikar Ulf-Martin Schmidt sind für die sechs Gemeinden zuständig. Insgesamt zählen die Gemeinden rund 760 Mitglieder. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen (wir berichteten).

Die Alt-Katholische Kirche in Deutschland umfasst: fünf Dekanate, 55 Pfarrgemeinden, 40 Pfarrämter, 100 Priester/innen, 15 Diakone/innen und rund 15 000 Mitglieder.

· Bischof ist Joachim Vobbe, ab 20. März Matthias Ring.

· Entstehung: Die alt-katholischen Kirchen außerhalb der Niederlande entstanden im Anschluss an das Erste Vatikanische Konzil (1870). Die katholischen Christen, die die Beschlüsse des Konzils nicht annahmen, wurden exkommuniziert. Sie schlossen sich zu Gemeinden und schließlich zu Bistümern zusammen und wählten auf Synoden eigene Bischöfe. Diese wurden von Bischöfen der Alt-Katholischen Kirche der Niederlande konsekriert.

Die wesentlichen Konfliktpunkte waren die auf dem Ersten Vatikanischen Konzil formulierten Dogmen von der Unfehlbarkeit sowie dem Jurisdiktionsprimat des Papstes (der vom Papst beanspruchte Vorrang als Führer des Christentums). Die Utrechter Erklärung von 1889 ist das Gründungsdokument der Utrechter Union der Alt-katholischen Kirchen. Als Präsident der Internationalen Bischofskonferenz hat der Erzbischof von Utrecht den Ehrenprimat unter den alt-katholischen Bischöfen inne.

· Informationen unter www.alt-katholisch.de (ksk)

Von Karl Kovacs
03.03.2010 - aktualisiert am 03.03.2010 10:48

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 Betreff des Beitrags: Re: Blumberg: Alt-katholische Gemeinde wächst
BeitragVerfasst: 22. März 2010 09:43 
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NACHRICHTENTICKER BLUMBERG

Vielleicht bekommt Kommingen bald einen eigenen Pfarrer


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Vikar Ulf-Martin Schmidt wünscht sich eine Pfarrstelle in Kommingen.


Blumberg/Kommingen. Vikar Ulf-Martin Schmidt hat kürzlich sein Pfarrerexamen bestanden. Das bedeutet, dass er nun die Möglichkeit hat, Pfarrer einer alt-katholischen Gemeinde zu werden.

Ob er sich um dieses Amt in Kommingen bewerben wird, stehe noch nicht fest. »Das hängt von verschiedenen Faktoren ab«, sagt er. Die Schaffung einer zweiten Pfarrerstelle neben der von Armin Luhmer hänge vom Bistum Bonn ab. »Dort wird darüber entschieden«, so Schmidt weiter. Er selbst wäre gerne Pfarrer, weil er als Vikar schon eine volle Stelle ausfülle. »Die Tatsache, dass weniger Kirchensteuer eingenommen wird, erschwert die Sache«, erklärt er. Eine Entscheidung könne er sich noch im Laufe des Jahres vorstellen. Während des Besuchs von Neu-Bischof Matthias Ring im April werde das Thema angesprochen.

Bis eine Entscheidung getroffen wird, werde sich Schmidt, dessen Heimatgemeinde in Krefeld ist, verstärkt um die Jugendarbeit kümmern. Geplant sei ein Treff für geistlich orientierte Jugendliche, der zwei Mal pro Monat im alt-katholischen Gemeinderaum stattfinden soll. »Das ist nicht als Konkurrenz zum ›Malibu‹ gedacht, sondern als ergänzendes Angebot«, versichert Schmidt.

Schon bei der Gemeindeversammlung am Dienstag lud er die Mitglieder zu einem Besuch seiner Heimatgemeinde ein. Gegenüber unserer Zeitung erläutert er die Unterschiede zwischen den Gemeinden im Süden und der am Niederrhein. »Während die Mitglieder meist von Geburt an Alt-Katholiken sind, konvertieren die Gläubigen in Krefeld zu dieser Konfession. Das prägt eine Gemeinde: Die Gemeinden dort sind eher religiös orientiert. Die Blumberger legen viel Wert auf Gemeinschaftlichkeit. Auch ist es hier selbstverständlich, Alt-Katholik zu sein. Im Ruhrgebiet wird man öfter gefragt, was das eigentlich bedeutet«, veranschaulicht Vikar Schmidt und freut sich auf die Fahrt nach Nordrhein-Westfalen.

Von Karl Kovacs
03.03.2010 - aktualisiert am 03.03.2010 20:26

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 Betreff des Beitrags: Re: Blumberg: Alt-katholische Gemeinde wächst
BeitragVerfasst: 22. März 2010 10:24 
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Blumberg

Würdige und stilvolle Pfarrerhochzeit

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Hochzeitsglocken läuten für den alt-katholischen Blumberger Pfarrer Armin Luhmer
Bild: schüle

Groß war am Samstag der Bahnhof bei der Hochzeit des alt-katholischen Blumberger Pfarrers Armin Luhmer und Cläre Marx. Die alt-katholischen Seelsorger dürfen heiraten im Gegensatz zu den römisch-katholischen Priestern. Die Eheringe hatte das Paar bei einem Goldschmied selbst gefertigt, wie Peter Klein betonte.

Wegen der Renovierung der Komminger Kirche fand die Hochzeit in der alt-katholischen „Erlöserkirche“ in Fützen statt. Es war der Wunsch von Pfarrer Armin Luhmer und seiner Braut Cläre Marx, dass die Trauung mitten in seinem Verwaltungsgebiet zwischen Stühlingen und Mundelfingen vollzogen wurde. In die volle Dorfkirche kamen die Gläubigen aus allen Stadt- und Ortsteilen, um der Trauungszeremonie ihres Pfarrers beizuwohnen.

Die Hochzeitsmesse zelebrierte Pfarrkurat Peter Klein aus Schwaningen, der auch die Trauung vornahm. Umrahmt wurde die würdige Feier durch einen „Familienchor“ von Verwandten und Bekannten des Brautpaares, sowie des ökumenischen Kirchenchors „Eingestimmt“, unter der Leitung von Madeleine Schmidhäuser. An der Orgel war Tim Fischer. „Ihr seid von Gott geliebt“ war der Tenor des Zelebranten bei seiner Festpredigt.

Unter den Gästen waren auch mehrere befreundete Pfarrerkollegen von Armin Luhmer, Pfarrer Ulf-Martin Schmidt mit Lebensgefährtin, so auch Pfarrer Sohn aus Furtwangen, Pfarrer Walter aus Singen, jeweils mit Gattin, Pfarrer Blaser aus Dettighofen, ebenso wie Diakon Werner Volkert aus Blumberg. Nach der Messe waren alle in die „Buchberghalle“ in Fützen zur Entspannung bei Kaffee und Kuchen eingeladen.


Hier wurde das Brautpaar noch mehrfach mit Gesangs- und Musikeinlagen des „Familienchores“ überrascht. Die weitere Familienfeier erfolgte dann im „Haus des Gastes“ in Achdorf. Pfarrer Luhmer kam 2007 als Nachfolger von Pfarrer Guido Palazzari nach Blumberg und betreut zusammen mit Pfarrer Schmidt und Kurat Klein die etwa 750 alt-katholischen Gläubigen von Blumberg-Randen-Kommingen-Nordhalden-Fützen-Stühlingen-Schwaningen, sowie Mundelfingen.(ers)


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 Betreff des Beitrags: Re: Blumberg: Alt-katholische Gemeinde wächst
BeitragVerfasst: 24. Juli 2010 01:48 
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Blumberg
Wetter stört Pilgerer nicht

Von Schwarzwälder-Bote, aktualisiert am 23.07.2010 um 21:35

Von Erich Schüle

Blumberg. Es goss wie aus Kübeln, als sich gestern Nachmittag gut über 100 Gäste im Stadtteil Randen in die Altkatholische St.Stephanus-Kirche buchstäblich hineinquetschten, zur Eröffnung des Pilgerweges von Randen nach Fützen.Die Jugendkapelle von Fützen, unter der Leitung von Peter Meister, eröffnete die Feier mit einem Musikstück. Für den verhinderten Landrat Heim begrüßte Kreisarchivar Joachim Sturm die Gäste, während Heike Geils von der Tourtistinfo Pilgerausweise verteilte und stempelte. Mit profunden Kenntnissen informierte Sturm über das immer dichter werdende Netz der Jakobswege, vor allem auch im süddeutschen Raum. Des Weiteren grüßte Bürgermeisterstellvertreter Matthias Fischer die Gäste. Vor dem Aufbruch lud Vikar Ulf-Martin Schmidt von der altkatholischen Kirchengemeinde zum gemeinsamen Gebet auf und erteilte den Pilgersegen.

Nach einem Fußmarsch von etwa 11,5 Kilometer, der wegen des aufgeweichten Bodens über Epfenhofen und Fützen über feste Straßen ausgedehnt werden musste, kamen die etwa 120 Pilger wohlbehalten in der Dorfkirche St. Vitus in Fützen an. Unterwegs mitten im Wald überraschte die Wanderer Markus Rösch aus Epfenhofen noch mit einem Solostück aus seinem Alphorn. In einer ansprechenden ökumenischen Vesper zusammen mit Kaplan Walter, stellte Vikar Ulf-Martin Schmidt seine Ansprache unter das Motto: "Der Weg ist das Ziel". Nach der Andacht lud der Veranstalter, das Landratsamt, die Pilger noch zu einem Pilgervesper in die "Buchberghalle" ein. Ortsvorsteher Ewald Gut stellte mit seinen Grußworten sehr ausführlich die Geschichte aber auch die neuere Entwicklung des Stadtteils Fützen vor. Besonders erfreut zeigte sich der Ortsvorsteher, dass zu diesem Abend viele Fützener Bürger in die inzwischen voll besetzte Buchberghalle gekommen waren. Lange unterhielt die Jugendkapelle die Gäste noch bestens mit flotten Weisen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Blumberg: Alt-katholische Gemeinde wächst
BeitragVerfasst: 12. August 2010 13:50 
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Registriert: 11. August 2010 17:44
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Das finde ich wirklich toll, dass eure Gemeinde stetig wächst. Herzlichen Glückwunsch. Das findet man leider noch nicht überall. Aber ihc bin optimistisch.
Marita


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