Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 17:22 
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Liebe Forumsmitglieder,

wenige Tage nach dem Rücktritt des Bischofs unserer Diözese Augsburg und angesichts der aktuellen Großkrise der Katholischen Kirche haben wir uns entschlossen, den beigefügten offenen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz zu richten.

Wir verstehen diesen ungewöhnlichen Schritt als Impuls, darüber nachzudenken, wie die Katholische Kirche wieder mehr Anziehungskraft auf Menschen ausüben kann, deren Sorgen, Nöte und Hoffnungen ernst nimmt und ihre Heilige Mission glaubwürdig und kraftvoll erfüllt.

Freuen würde wir uns, wenn wir dadurch hier im Forum einen Gedankenaustausch anregen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Dagmar und Thomas von Keller

Diözese Augsburg

Dateianhang:
Desiderate an die Katholische Kirche.pdf


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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 18:27 
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Alleine die Anrede in diesem Brief spricht schon Bände.....

Solche Briefe bewegen nichts in den zementierten Strukturen der rk-Kirche.

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Hic fuit


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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 20:20 
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@Vanni: mit Verlaub, man kann einen ganzen, 3-seitigen Brief nicht nur nach der Anrede beurteilen! Zumal es auch einen Knigge gibt, in dem man sich bei Fragen "korrekte Anrede eines Bischofs im Brief" informieren kann. Daran haben sich die Schreiber wohl gehalten.

Inhaltlich finde ich den Brief super, die Forderungen decken sich witzigerweise mit dem, was schon in der akK umgesetzt ist ;)

Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 20:52 
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Ich finde Euren Brief wirklich sehr gut.
Aber... Ihr glaubt hoffentlich nicht allen ernstes, dass das was Ihr da schreibt den RK-Bischöfen nicht schon ewig bekannt ist?
Die Forderungen der Kirchenvolksbewegung gären schon mindestens seit drei Generationen...
Letztlich gab es ja schon vor dem 2 Vat, Konzil einen großen Anteil von R-Katholiken die Veränderungen wollten...

Und... zu guter Letzt... der Papst. Sein wissenschaftliches Lebenswerk besteht im Prinzip aus nichts anderem als der Rechtfertigung der von Euch angeprangerten Zustände... er hat schon unter JP2 dicke Pflöcke in den Boden gerammt und einzementiert...

Nene... da bin ich raus... so sehr ich Euch verstehe...

Lieber Gruß
Axel


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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 20:53 
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Adsartha hat geschrieben:
Inhaltlich finde ich den Brief super, die Forderungen decken sich witzigerweise mit dem, was schon in der akK umgesetzt ist ;)

Gruß
Adsartha


Oder in der EKD oder in der Reformierten Kirche oder beim Verein xy und dem Verband sowieso. Nur leider ist der Glauben kein Wunschkonzert.

Weiter wird darin das Wunschdenken impliziert, dass die Kirche sich weiter und weiter "öffnen" müsse um in der Gesellschaft wieder "in" zu sein, nur leider funktioniert das nicht: die gute, liberale und "ökumenische" EKD hat viel mehr Kirchenaustritte als die pöhse Romkirche in DE.

http://www.kirchenaustritt.de/statistik/

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 21:06 
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Raphi hat geschrieben:
Oder in der EKD oder in der Reformierten Kirche oder beim Verein xy und dem Verband sowieso. Nur leider ist der Glauben kein Wunschkonzert.


Weder der Zölibat, noch innerkirchliche Fragen der Mitbestimmung, noch aktuelle Fragen der Morallehre haben etwas mit dem Kern unseres Glaubens... oder gar einem "Wunschkonzert" zu tun...
Etwas anders mag es bei der Frauenordination sein... aber darüber kann man in synodal strukturierten Kirchen wenigstens reden!


Lieber Gruß
Axel


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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 21:07 
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@Raphi: ist der Mensch für die Religion da oder die Religion für den Menschen?

Dieser Gedanke ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen sondern stammt vom neu bestellten Professor für islamische Religionspädagogik in Münster.

Gruß
Adsartha

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 21:14 
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Adsartha hat geschrieben:
@Raphi: ist der Mensch für die Religion da oder die Religion für den Menschen?

Dieser Gedanke ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen sondern stammt vom neu bestellten Professor für islamische Religionspädagogik in Münster.

Gruß
Adsartha


Nun, es mag ja Menschen geben, die den Glauben als so etwas wie einen Selbstfindungsweg betrachten, oder etwas, das sie als Hobby brauchen... und es gibt die Kirche, die gestiftet wurde zur Erlösung der Welt.

Wenn etwas der individualistischen und subjektiven Meinung jedes Einzelnen unterliegt, dann kann es nicht wahr sein. Wenn man also den Glauben als etwas den eigenen Vorstellungen Unterworfenes betrachtet, dann kann es keine Wahrheit enthalten.

Und was nicht wahr ist, das ist letztlich bedeutungslos. Also greift deine Frage zu kurz

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 21:34 
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Man kann sich einbilden, die "Wahrheit" zu haben, oder man kann sie suchen.
Ersteres ist das Kennzeichen jeder Sekte.

Eilike

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 22:07 
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Eilike hat geschrieben:
Man kann sich einbilden, die "Wahrheit" zu haben, oder man kann sie suchen.
Ersteres ist das Kennzeichen jeder Sekte.

Eilike


Küry, Hirtenbriefe, S 325 hat geschrieben:
Als wahre Sendung des Altkatholizismus betrachte ich den vorbehaltlosen Einsatz für die Grundwahrheiten eines wahrhaft "positiven" Christentums (wie der zweite Bischof der Altkatholiken in Deutschland, Theodor Weber, es nannte) und damit wider die gerade im römisch-katholischen Lager grassierende Tendenz, den Galuben im horizontalistischen Sinn umzufunktionieren, so dass am Ende nichts bleibt als "Mitmenschlichkeit" und "gesellschaftskritisches Engagement".

Der immer mehr zur Herrschaft gelangende Immanentismus (die Verdiesseitigung der Botschaft) muss bekämpft werden, und es gibt fürwahr dabei Anknüpfungspunkte in der altkatholischen Tradition... Ich empöre mich immer wieder darüber, dass damals nach dem I. Vatikanum Männer von der Wucht des kirchlichen Strafrechtes getroffen wurden, die mir als Heroen katholischer Rechtgläubigkeit vorkommen müssen, wenn ich sie vergleiche mit Leuten des (heutigen) nachvatikanischen Katholizismus, welche in der Tat die Fundamente des christlichen Glaubens paralysieren...

Wenn der Altkatholizismus sich nicht aufrafft, einem die Offenbarungsgehalte des Christentums zerstörenden Römisch-Katholizismus den bedingungslosen Kampf anzusagen und darin den Hauptauftrag der Stunde zu erblicken, wird er von diesem Reformismus liquidiert (aufgelöst) werden....


Willkommen in der Sekte.

Wenn ich deine Aussagen so betrachte - hier und anderswo - dann scheint es so, als ob Bischof Küry sel. Recht behalten hat. Er war nicht nur ein herausragender Theologe, sondern auch ein vorausschauender Mann!

Gott steh uns bei...

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 22:57 
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@Raphi

Uh... mal wieder ein richtig großer Theaterdonner!!!!
Da schlottern mir ja richtig die Knie... 8)

Das was Du so schön rot und fett gemarkert hast, steht allerdings in keinerlei Wiederspruch zum Ausgangsposting.
Du bist es der das so interpretiert... andere offensichtlich anders...

Vor etwa einer Woche hast Du Dich ähnlich pathetisch darüber aufgeregt, als ich annahm Du währst ein "Römer"...
Mittlerweile bin ich mir sicher... Du und Herr Ratzinger könnten die besten Freunde werden.
Selbstverständlich nur ökumenisch... :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 23:06 
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Jakobus69 hat geschrieben:
@Raphi

Uh... mal wieder ein richtig großer Theaterdonner!!!!
Da schlottern mir ja richtig die Knie... 8)

Das was Du so schön rot und fett gemarkert hast, steht allerdings in keinerlei Wiederspruch zum Ausgangsposting.
Du bist es der das so interpretiert... andere offensichtlich anders...

Vor etwa einer Woche hast Du Dich ähnlich pathetisch darüber aufgeregt, als ich annahm Du währst ein "Römer"...
Mittlerweile bin ich mir sicher... Du und Herr Ratzinger könnten die besten Freunde werden.
Selbstverständlich nur ökumenisch... :lol:


Warum habt ihr eigentlich eine derartige Papst-Neurose, dass ihr jede konservative bzw. feste, von euch abweichende Meinung gleich mit Papst-Vergleichen kommentieren müsst?

Hoffentlich ist das nicht erblich...

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 12. Mai 2010 23:12 
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Registriert: 11. April 2010 14:01
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Zitat:
Warum habt ihr eigentlich eine derartige Papst-Neurose, dass ihr jede konservative bzw. feste, von euch abweichende Meinung gleich mit Papst-Vergleichen kommentieren müsst?


Tja... genau darüber solltest Du mal nachdenken... ;)
...aber mit dem Papst vergleichen wollte ich Dich nun wirklich nicht... :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 13. Mai 2010 16:38 
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Registriert: 5. November 2005 13:01
Beiträge: 1042
Ach Raphi, niemand verlangt oder erwartet, dass du W a h r h e i t e n in Frage stellst; gut wäre nur ein wenig Mut (oder auch Demut), die Grenzen der eigenen Erkenntnis der Wahrheit zu akzeptieren.
Diesen Satz mit dem Ausdruck "mit Sicherheit", den kann man eigentlich nur als anmaßend und verletzend empfinden.
Und bevor du mir sagst, das sollte ich selbst tun: richtig! ich will's versuchen.
Aber gelegentlich habe ich auch schon gedacht, du würdest einen guten Papst abgeben. Leider haben wir keine Tiara zu vergeben.

Eilike

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 Betreff des Beitrags: Re: Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz
BeitragVerfasst: 13. Mai 2010 20:21 
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Registriert: 18. April 2009 23:10
Beiträge: 827
Christus spricht: "ch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. niemand kommt zum Vater ausser durch mich.". (Johannes 14,6)

Er hat nicht eben gesagt: "Ich meine, dass ich der Weg, die Wahrheit und das Laben bin. Und ich persönlich halte mich für den einzigen Weg zum Vater", sondern "seine Rede beruhte auf Vollmacht" (Lukas 4,32).


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